Über unseren kleinen Laden..

Stück für Stück eroberten wir uns unsere Räume zurück. Zunächst räumten wir so gut es ging nach hinten, um wenigstens vorne ein bisschen nutzen zu können. Und immer wieder zurück nach vorne, wenn hinten gearbeitet wurde.

 

Nach langer Wartezeit mit Trocknungsgeräten und abgeklebten Durchgängen, kam der Abriss.

Nach einer langen Trocknungsphase mit Plane, kam der Deckenrohbau, nach Deckenrohbau, die Versiegelung und nach Versiegelung der Anstrich. Im Januar 2019 auch endlich wieder mit Deckenlampen - fast wie Weihnachten!

 

 

Geplant war, eine große Gummientenparty, die müssen wir noch schuldig bleiben, denn jetzt müssen wir erstmal Geld dafür verdienen :)

 

Dieses Jahr haben wir übrigens auch unser 5 jähriges Jubiläum. Vielleicht wirds ja dann was!

Auf alle Fälle sind wir froh, es überstanden zu haben. Und wir sind froh, so tolle Kunden zu haben, die viel Verständnis und langen Atem gezeigt haben.

 

So mancher aufmunternder Rückenklopfer hat hat wirklich geholfen und wir hoffen auf ein frohes, neues 2019 für alle!


Am Ende mußte bis in den 2. Stock entkernt und saniert werden und die Arbeiten zogen sich bis Anfang 2019 hin.

 

Bis heute, Februar 2019 haben wir für die Ausfälle, Schäden und  Verluste keinen Cent erhalten. Eine Entschuldigung der Verursacher ist auch nicht erfolgt. Auch wenn es keine Absicht war, die Geste wäre schön gewesen.

Aber Unkraut vergeht nicht! Und schließlich bewegte sich, nach Einschalten des Mieterschutzbundes auch alles etwas schneller. Ein Wiedereröffnen rückte in die Nähe und die ersten kampferprobten Kunden, lagen schon mal auf der Kosmetikliege Probe, während sich die Deckenfolie immer mal wieder löste, das obere Stockwerk und reichlich Staub freigab und umherwehte.

Nachdem der ganze Irrsinn verdaut war, war auch klar, dass wir die Zeit irgendwie sinnvoll nutzen mußten - schon allein um nicht verrückt zu werden.

 

Wir kratzten also die letzten Moneten zusammen und besuchten Fortbildungen.

Schließlich mußten wir ja umso mehr zu bieten haben, wenn wir wieder eröffnen würden.

 

Und das haben wir inzwischen auch. Schleichend haben wir die Arbeit wieder aufgenommen.


Was folgte, war einfach nur krass. Das Wasser hatte sich durch einen Defekt bei einem Mieter im 2. Stock erst gesammelt und war dann mit voller Wucht durchgekracht. Mit einem Schlag war der Schaden da und niemand war auf unserer Seite. Die Verwaltung wollte, noch während ich mit der Feuerwehr gemeinsam im Wasser stand, wissen, ob ich versichert sei, die Verursacher meldeten sich gleich garnicht, verschiedene Baufirmen und Gutachter begehrten immer mal wieder Einlass und keiner nannte uns eine ungefähre Marschrute, einen Zeitplan, an dem wir uns hätten orientieren können. Manch einer in dem Tross fand es gar überflüssig, sich überhaupt vorzustellen.

 

Während wir also trocken legten, die Kunden anriefen um abzusagen, immer wieder das Selbe zu erklären mußten und mit den Nerven völlig runter waren - buchte das Onlinesystem munter weiter, die Vorsteuer wurde fällig. Wirklich nichts nahm Rücksicht oder funktionierte.

 

Gutachten wurden erstellt. Kostenvoranschläge geschrieben. Weitere Zeit verging. Der Schaden vergrößerte sich. Neue Gutachten mußten geschrieben, neue Kostenvoranschläge bewilligt werden.

 

Eine Mietminderung wurde zwar mündlich zugesagt, aber nie schriftlich bestätigt. Wir zahlten also weiter und versuchten an Informationen zu kommen.

 

 

Nachfrage? Der Sachbearbeiter ist krank, der Sachbearbeiter ist im Urlaub, ein neuer Sachbearbeiter ist zuständig und muß sich erst einarbeiten, der neue Sachbearbeiter ist krank, jetzt ist es Chefsache, die Ausschreibungen müßen noch verglichen werden, die Aufträge gehen nächste Woche raus,

die Firma meldet sich bei Ihnen..

Auch Anrufe bei den Firmen endeten immer mit: Ich gebs weiter, Hr. XY meldet sich bei Ihnen. Passierte aber nie.

 

Kunden fingen an sich zu beschweren, warum wir uns noch nicht gemeldet hätten, wie es denn jetzt weiterginge.. und suchten sich schließlich auch neue Salons.

Verständlich, denn die Urlaubszeit brach an und jeder mußte gucken, wo er bleibt.


Im Mai 2018 standen alle Sterne auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr! Wir hatten gut zu tun, im Laden lief alles rund und der Sommer war im Anmarsch. Was könnte schöner sein? Leider mußten wir erfahren, dass es auch ganz schnell vorbei sein kann. Mitten in einer Kosmetikbehandlung, baute sich eine gewaltige Geräuschkulisse auf. Die Kundin und ich waren alarmiert und besorgt und richtig - das Wasser kam kurz danach. Aus der Decke, aus den Lampen, aus den Lichtschaltern, aus den Steckdosen. Sowas hatten wir noch nie erlebt. Ein großes Geschrei und Gewusel. Die Polizei kam, die Feuerwehr und dennoch hatten wir Glück im Unglück. Viele liebe Hände, die helfend mit anpackten, um rauszuretten, was ging und, das Wichtigste - es kam keiner zu schaden.


Im hinteren Bereich mußte die Massageliege weichen. Aber keine Angst, wir haben sie durch eine vollelektrische Wellnessliege ersetzt. So können wir den Bereich nicht nur für Massagen, sondern auch für viele andere Programme nutzen und bequemer ist sie auch :)

Und auch aktuell wuseln, räumen und erweitern wir, d.h., Februar 2016 - Umgestaltung des vorderen und hinteren Teils. Der Eingangsbereich ist jetzt strukturierter und sie als Kunde können sich jetzt schneller einen Überblick über Angebot und Sortiment machen. Gleichzeitig ist es auch ein ganzes Stück bunter und vielfältiger geworden.



Hier der frisch gemauerte Massagebereich im hinteren Teil von Sauber, schmerzlos, schön..


Rechts der gleiche Ausschnitt Ende Oktober 2014.


Hier zum direkten Vergleich der vordere Raum. Einmal links, Anfang Oktober 2014 und einmal rechts zur Eröffnung einen Monat später. Wobei auch auf dem linken Bild schon eine Menge geschehen ist. Die Wand ist ergänzt und geschlossen, der Durchgang fast fertig und der Boden gegossen. Zu machen waren dann nur noch ein paar kosmetische Kleinigkeiten, wie Stromleitungen, Licht, Putz und Fliesen :)

Im Herbst 2014 sah es bei Sauber, schmerzlos, schön.. noch so aus, wie Sie auf dem Bild links sehen. Nur mit viel Liebe konnte man schon die Konturen erkennen ;)

 

Da der Putz an den Wänden noch nicht ganz trocken war, als wir Ende 2014 eröffneten, knirscht es im Ablauf noch hier und da. So verspätete sich z.B. die Installation des Warmwasserboilers um einige Tage und wir mußten auf einen schnöden Wasserkocher zurückgreifen, um arbeiten zu können. Gut Ding will eben Weile haben .. Gut, das die Kunden die uns schon kannten und mit umzogen, hart im Nehmen waren ;)

 

Rechts gehts zum Bad. Hätten Sie es wiedererkannt?